Moin aus Krempe

„Schlagfertige Tippsen“
So nenne ich meine Schreibmaschinen

Krempe! Wo bitte ist das denn?
Im südwestlichen Schleswig-Holstein, nahe der Elbe.
A23, Abfahrt „Hohenfelde/Krempe“
Im Dreieck von Elmshorn, Itzehoe und Glückstadt.

ACHTUNG ACHTUNG:
Ich bin kein gelernter Büromaschinenmechaniker und möchte auch nicht als ein solcher betrachtet werden • Hier schraubt und poliert ein Schreibmaschinen-Laie, der sich selbst etwas beigebracht hat und der von anderen lernt, und der sich über Gelungene Basteleien und Renovierungen freut.

Verschieden Möglichkeiten, verschiedene Plattformen.

Zum Thema Schreibmaschinen
betreibe ich zwei Blog’s und eine Webseite.

Schlagfertige Tippsen:
Dieser Blog zum Thema: Alte Schreibmaschinen renovieren und schreiben

Die Schreibmaschinen:
Schreibmaschinen für Leute die damit schreiben möchten.
Kaufberatung und Vorstellung der Youngtimer ab 1945

Schreibstube Krempe:
Hier kannst Du alle Schreibmaschinen ausprobieren und kostenlos auf ihnen schreiben

Was sind Schreibmaschinen?

Bis zum Ende der 1980er Jahre wurden kontinuierlich immer weniger Schreibmaschinen verkauft und letztendlich durch den Computer verdrängt. Das war’s!
2003 wurden Schreibmaschinen dann endgültig vom deutschen Verbraucherindex gestrichen.
Schreibmaschinen werden heute gerne als «Vintage», «Shabby», «Antik» oder «Steampunk» beschrieben und als Antiquität angepriesen.

Schreibmaschinen sind aber viel mehr als das. Sage ich!


Meine Maschinen leben, werden benutzt, und sie finden Anklang. Und ja, sie haben ihre Gebrauchsspuren, weil sie zwischen 120 und 40 Jahre alt sind. Den einen oder anderen habe ich schon mit dem Tippsen-Schreib-Virus infiziert. Mit einem Schüler pflege ich eine Schreibmaschinen-Brieffreundschaft. So richtig „Vintage“!
Schreibmaschine-> Briefpapier-> Briefcouvert-> Briefmarke-> Briefkasten, und dann auf einen Brief warten. Whatsapp + Co. sind unbestritten schneller, kostenlos und ich brauche nicht bei Wind und Wetter zum Briefkasten laufen. 
Wie dem auch sei, dafür ist der digitale Text auch seelenloser. Es fehlt das Gefühl einen persönlichen Brief in Händen halten zu können. Mit Texten die via Smartphone geschrieben werden scheint es zur Normalität geworden zu sein, dass Grammatik eher eine untergeordnete Rolle spielt. Schriebe man selbigen Text auf der Schreibmaschine, sähe das einfach nur dilettantisch aus.

Wie alles begann

2017 bekam ich eine „Vintage“ Schreibmaschine, genauer eine Torpedo 6, geschenkt worüber ich angemessen beeindruckt war. Sie gab kein einziges Lebenszeichen von sich, weil sie mehr „Shabby“ als „Vintage“ daher kam – Ein Schrotthaufen ohne Funktion! Rostfraß im großem Stil!

Und eine Tippse die als Deko-Accessoire, als „guck-mal-was-ich-da-habe“ Hingucker die Gegend vollsteht? Die womöglich noch rostig ist? (Bl)öde.

Dann halte ich es lieber wie beim „Steampunk“. Alt, kurios, futuristisch, was auch immer – aber tauglich! Eine Schreibmaschine gehört auf den Schreibtisch. Immer griffbereit daneben, ein paar Bogen Papier.

Die schreibunwillige Torpedo verschenkte ich – An einen Liebhaber für „Shabby-Deko“. „Oh danke, die ist ja nice“, lautete seine Reaktion. Das wars!

Der Rest ist Geschichte. Kurz darauf bekam ich eine Olympia Simplex geschenkt, meine Nr. 1. Kurz darauf meine erste Adler 7, die zu meiner Lieblingsmaschine wurde. Nun lernte ich es nach und nach diese mechanischen Wundertüten auseinander zu nehmen (ich lerne immer noch), sie zu reinigen, zu polieren und sie wieder zusammen zu setzten.

Schriftarten

Mein Hauptinteresse gilt, neben der Restauration meiner Schreibmaschinen, ihren Schriften. Es gab nicht nur die typische Schreibmaschinen Schrift, die Pica heißt, sondern einige mehr. Und diese aufzustöbern finde ich spannend. Einige habe ich breits zusammen getragen. Kursive Schriften, große Plakatschrift, filigrane Kleinschrift (Perl), gerade Schriften, Schreibschrift in verschiedenen Größen und die berühmte Fraktur.

Die Schreibstube

Seit April 2019 können alle Schreibmaschinen in der Schreibstube Krempe nicht nur von mir selbst, sondern auch von Jedermann/Frau benutzt werden.

Hallo Welt, ich lebe wieder!

In diesem Blog finden Sie zu jeder Maschine den (Nummeriert ab Nr. 1) mit Fotos dokumentierten Werdegang ihrer Renovierung sowie den schriftlichen Bericht dazu wie ich die Maschine gefunden habe, wie sie begann mir mir zu sprechen und wie ich sie bald darauf aufforderte:
„Hallo Welt, ich lebe wieder“ auszurufen. 🙂

Sie merken schon, hier wird mit mehr Humor geschrieben als mit ausgefeilt technischem Jargon gewuchert. Das ist natürlich Absicht, weil mich technische Beschreibungen eher einlullen als das sie mich fesseln. Wobei ich sagen muss, je mehr Schreibmaschinen ich renoviere, desto tiefer wird mein Wissen über sie. Learning by doing.

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(Mitglied im I.F.H.B. – Internationales Forum Historische Bürowelt e. V)