Moin

Herzlich willkommen bei den
„Schlagfertigen Tippsen“

„Schlagfertige Tippsen“
So nenne ich meine Schreibmaschinen.

Schreibmaschinen werden Heute gerne mit dem Zusatzwort «Vintage» versehen und auch so angepriesen. Das ist Hipster-Deutsch für «Altmodischen Trödel».
Schreibmaschinen sind aber alles andere als „Trödel“ von Vorgestern. Sage ich! Dennoch sind Schreibmaschinen wieder ganz modern und so avancieren alte, mechanische Schreibmaschinen, die bis vor kurzem noch keiner haben wollte, plötzlich zu Hippster Accessoires. Ein „must-have“ Artikel der meist nur Dekozwecken dient. Nun gut, wer es mag!
Meine Maschinen leben, funktionieren, werden benutzt, und sie finden Anklang. Den einen oder anderen habe ich schon mit dem Tippsen-Schreib-Virus infiziert. Mit einem Schüler pflege ich sogar eine intensive Schreibmaschinen-Brieffreundschaft. So richtig „Vintage“!
Schreibmaschine–Briefpapier–Briefcouvert–Briefmarke–Briefkasten, und auf einen Brief warten. Ich denke hin und wieder schon mal drüber nach ob es wirklich Zeitgemäß ist für einen Brief 70 Cent Porto zahlen zu müssen der sage und schreibe 2 bis 3 Tage braucht um seinen Empfänger zu erreichen. Whatsapp geht unbestritten schneller, kostenlos und ich brauche nicht zum Briefkasten laufen.  Das mache ich ja auch, aber es ist seelenloser. Es fehlt das Gefühl einen persönlichen Brief in Händen zu halten. Bei Texten die via Smartphone und Whatsapp geschrieben werden scheint es zur Normalität geworden zu sein, dass Grammatik eher eine Nebensächlichkeit geworden ist. Schreibt man so einen Text in solch einer Form auf der Schreibmaschinen, sieht das einfach nur dilettantisch aus.

Irgendwann bekam ich eine „Vintage“ Schreibmaschine, genauer gesagt eine Torpedo 6, geschenkt und war angemessen beeindruckt, weil ich nichts, wirklich rein gar nichts mit ihr anfangen konnte. Sie gab kein einziges Lebenszeichen mehr von sich, weil sie mehr als „Vintage“ war. Rostfraß wohin man blickte! Und eine Tippse die gelangweilt irgendwo als Deko-Accessoire oder als „guck-mal-was-ich-da-habe“ Hingucker verstaubt und ihr Dasein fristet? Nee, das finde ich (bl)öde. Wenn, dann muss sie auch jederzeit Einsatzfähig sein. Ich muss mit ihr schreiben können! Oder würden Sie eine Stereoanlage besitzen wollen und sie niemals einschalten? Sicher nicht. Sie würde verstauben und ihnen würde die Musik fehlen. So wie ein Schiff aufs Wasser und ein Flugzeug in die Luft gehört, so gehört eine Schreibmaschine stets schreibbereit auf den Schreibtisch. Immer griffbereit daneben, ein paar Bogen Papier. Bei mir steht immer mal eine andere auf dem Schreibtisch. Und so begann es. Die dekorative aber schreibuntaugliche Torpedo verschenkte ich weiter – An einen Liebhaber für Deko.
„Oh danke, die ist ja „nice“, lautete seine freudige Reaktion.

Ja, und der Rest ist Geschichte. Kurz darauf bekam ich eine Olympia Simplex und meine erste Adler Mod. 7. Ich hatte derzeit noch keine Ahnung vom Innenleben einer Schreibmaschine, und brachte mir nach und nach selbst bei diesen mechanischen Wundertüten wieder Leben einzuhauchen.
Der Grund warum ich nicht unzählige Schreibmaschinen besitze, sondern nur einige wenige, ist folgender: Ich schreibe regelmäßig und abwechselnd mit jeder. Hätte ich unzählig wäre das unmöglich. Mehrere andere habe ich zwar gekauft, und restauriert, jedoch wieder verkauft oder verschenkt. Einfach nur weil mir nicht nur das Schreiben mit einer alten Maschine Spaß macht, sondern auch sie auch wider zu beleben.

In diesem Blog finden Sie zu jeder Maschine den (Nummeriert, begonnen mit Nr. 1) mit Fotos dokumentierten Werdegang ihrer Renovierung sowie einem ausführlichen Bericht dazu.

Oliver Stolzenberg seitlich urzustand

Von der Ruine zur wieder auferstandenen Schönheit.

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