Odoma 2, Baujahr 1928 (39)

Ankunft: 21.Dezember.2019
Modell: Odoma 2
Baujahr: 1928
Seriennummer: 8041
Renoviert von: Heiko Stolten im Dezember 2019

Erstes Foto am Ankunftstag, 21.12.2019

Eine Odoma 2 Ruine im Geschwindigkeitsrausch

Alter Schwede, da habe ich mir ja einen Schmutzfink eingefangen! Das die Odoma 2 nicht die gepflegteste sein wird habe ich schon auf den dunklen und unscharfen Fotos des Anbieters erahnen können. Das er sofort auf meinen Kampfpreis eingestiegen ist hätte mir mehr zu denken geben sollen. Na egal, jetzt ist sie hier und das in einer Affenartigen Geschwindigkeit.
• Donnerstag: Am Morgen die Anzeige entdeckt
• Donnerstag: Am Nachmittag Überwiesen
• Freitag: Am Morgen Geld eingegangen
• Freitag: Gegen Mittag versendet
• Samstag: Gegen Mittag Ankunft der Odoma 2

Also das war jetzt mal die schnellste Schreibmaschine die ich zugeschickt bekommen habe. Allerdings in einem Karton verpackt, der viel zu Dünnhäutig und ohne Polsterung für eine so Gewichtige Schreibmaschine ist. Einer der am Boden schon fast aufgerissen war, ohne Packband verschnürt, einfach nur zusammen gesteckt. Ein Lob an den Paketdienst das alles beieinander geblieben ist.

Viel zu
dünner Karton.
Unten aufgerissen.

Ein völlig verdreckter Insektenfriedhof

Jetzt folgen mal Belege. Hier hat sie eine von mehreren Spinnen in ihrem eigenen Netz in der Odoma zum sterben begeben. Das muss viele Jahre her sein, wie es aussieht. Ich habe die Odoma etwa 30 Minuten mit dem Staubsauger und einer Bürste bearbeitet um den gröbsten Dreck aus ihr zu entfernen. Und ich muss sagen, es sieht aus als gäbe es Hoffnung, aber auch noch eine Menge Dreck den der Staubsauger nicht einfangen konnte.

Zur Odoma 2

Die Odoma kam 1921 mit dem Modell 1, von dem in etwa 3.000 Stück gefertigt wurden, auf den Markt. 1924 kam das Modell 2 heraus und es wurden nur etwa 8.000 Exemplare gebaut. Also eine damals wenig erfolgreiche Schreibmaschine die dafür Heute aufgrund der kurzen Produktionszeit und der geringen Stückzahlen gegenüber großer Marken wie Continental, Mercedes oder Orga recht selten im guten Zustand zu finden ist.
Trotz einiger Raffinessen in der Konstruktion konnte sich die Odoma nicht wirklich durchsetzten. So ist die Odoma leicht zu zerlegen, was dem Nutzer, also mir, eine Reinigung der Maschine leicht macht. Die Typenhebel sind mit einem Handgriff und ohne Werkzeug entfernt, ebenso die Schreibwalze. Die Maschine galt damals sogar als geräuscharm, und einer ihrer Charakterzüge ist die geschlossene Front mit einer Klappe, so wie bei einer Continental. Diese Klappe kann man, um die Typen zu reinigen, öffnen.
Zugegeben, sie ist keine umwerfende Schönheit, dafür aber genial durchdacht. Was damals wichtiger war, Schönheit oder Genaialität, oder eine Mischung aus beiden, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls fand die Odoma wohl so geringen Anklang im Heiß umkämpften Schreibmaschinenmarkt, dass sie nach etwa 10 Jahren wieder von Markt verschwand.
1931 wurde die Firma aufgelöst und die Produktion eingestellt.

Zustand

Wie gesagt, völlig verdreckt und optisch eher dem Sperrmüll als der Schreibstube Krempe zuzuordnen.
• Bruch der linken Farbbandspulenhalterung (ist reparabel)
• Der Zeilenschalthebel ist angebrochen (ist reparabel)
• Zugband gerissen (macht nichts, das kommt neu)
• Ein Fuß ist abgebrochen, sie steht schief (da habe ich wohl noch einen)
• Die Gegendruckwalze ist weich geworden (kommt neu)
• Die Tastatur ist stark vergilb (die kommt neu)
• Ansonsten funktioniert sie einwandfrei. Alles beweglich, nichts ist fest.

Einfaches demontieren

Keine 3 Minuten dauert es die Odoma 2, so wie oben gezeigt, zu demontieren. Es sind alle Typenhebel entfernt, die Schreibwalze, der Wagen, die Frontklappe und das Papierblech.
Genial: Wie auf Foto 2 zu sehen, wird eine mit einem Bügel gesicherte Stange einfach aus dem Segment gezogen, und die Typenhebel falls praktisch von alleine aus ihr heraus.

Die Typenhebel
nehmen erst
einmal ein Bad
im Petroleum.

Aussaugen, bürsten und erstes Testpolieren

Die Frontklappe und das Papierblech sind schon wieder pächtig Schwarz-glänzend poliert, und die Schriftzüge wieder schön lesbar. Die ganze Maschine ist bereits mit Petroleum ausgebürstet und lässt erahnen das hier noch mehr Glanz zum Vorschein kommt. Alles in allem erscheint ein verhältnismäßig wenig beschädigter und gut erhaltener Lack unter der Dreckschicht.

Erweiterte Demontage

Diese Odoma ist eine wahre Wundertüte. Sie hat nur einen inneren Rahmen aus Gusseisen. Alles andere ist verschraubt. Es ist einfach herrlich wie leicht sie sich fast vollständig auseinander nehmen lässt. So kann ich sie sogar von innen polieren. Das klappt so leicht bei kaum einer großen Schreibmaschine. Einfach einige seitliche Schrauben heraus gedreht und schon halte ich die Seitenteile und die vordere Front, den Tastaturrahmen, in Händen.

Und das ist, wie sich jetzt herausstellt noch längst nicht alles was möglich ist. Nach dem zweiten Hinsehen kann ich sogar noch die gesamten Typenführungen aus dem Typenkorb entfernen. Klasse, ich bin begeistert. Erst konnte ich Kinderleicht die gesamten Typen entfernen, und nun noch alle Typenführungen. Jetzt habe ich Zugang zu dem Dreck darunter.

Ein paar Gedanken zur Odoma

Mir ist bisher noch kein Standard Schreibmaschine begegnet die sich so problemlos demontieren ließ. Da frage ich mich doch, warum der oder die Vorbesitzer es damals versäumten diese Odoma ungereinigt zu belassen und sie völlig verdrecken ließen. Nun ja, sie stand offenbar mehrer Jahrzehnte bewegungslos und vergessen herum. So wie es aussieht in einem Keller oder auf einem Dachboden.

Desweiteren frage ich mich auch warum der Odoma damals so wenig Erfolg am Markt beschieden war. Mit ihrer Art der einfachen Handhabung, und dem damit verbundenen geringen Wartungsaufwand, den man auch noch selbst als Laie erledigen konnte, war sie doch den gängigen Marken bei weitem überlegen.
Sie wurde scheinbar unter keinem guten Stern geboren. Sie kam möglicherweise zu spät, denn 1921 war der Markt für Schreibmaschinen wohl schon verteilt und in festen Händen. Ein Neuling muss sich erst einmal mit viel Durchhaltevermögen behauten. Erschwerend kam 1923, also nur zwei Jahre nach Einführung am Markt, die Währungsreform hinzu. Das Geld wurde zu einem Kurs von 1 Billion Mark zu 1 Rentenmark getauscht.
Wieder ein paar Jahre später, nämlich 1929, ereilte Deutschland der Börsencrash. Das waren für eine junge Firma wahrlich keine guten Voraussetzungen um sich mit einem neuen Produkt an einem heiß umkämpften Markt behaupten zu können. 1931 wurden die Firmenaktivitäten eingestellt.

So wurden nur verhältnismäßig wenig Odoma’s produziert. Dem wenige Jahre später folgenden 2. Weltkrieg fielen sicherlich auch eine Menge Odoma’s zum Opfer, und so sind heute von ihr viel weniger Exemplare erhalten geblieben als zum Beispiel von einer Continental, Mercedes oder einer Ideal. Man kann wohl sagen das die Odoma so zu einer kleinen Rarität wurde. Und deshalb werde ich alles geben sie zu erhalten.

Eines der Seitenteile ist schon aufgearbeitet. Welches wohl?

Die Tastatur

Blindwriter. Oder?

Was mache ich da? Soll ich es wagen sie zu erneuern? Ich gebe es zu, davor habe ich echt Respekt. Eine Tastatur habe ich noch nie restauriert. Der technische Werdegang ist kein Problem für mich. Neue Einlagen mit aufgedruckten Buchstaben und Zeichen selbst herstellen und zurecht schneiden? Klar, das kann ich gut. Null Problemo, das mache ich mit CorelDraw und Photoshop! Aber die mit vier kleinen und umgeknickten Nasen versehenen Tastenköpfchen zu demontieren ist mal wieder eine andere Nummer. Und diese kleinen Nasen nicht abzubrechen und wieder in Gänze drauf zu setzten?? Ohah!! Ein mal wäre okay, aber gleich 46 mal? Ich probiere es mal an einer Taste.

Da beißt die Maus keinen Faden ab. Das „Y“ ist stark vergilbt und nicht mehr wirklich gut leserlich. War das mal Weiß oder schon immer gelblich?

Also das wären 5 Teile pro Taste. Tastenhalter, Glasplättchen, Unterlegfilz, gedruckte Einlage und der Tastenring. 230 Teile bei 46 Tasten. Oijoijoi nochmal!
Und keines darf kaputt gehen. Ich habe zum Ausbau dieser einen Taste, mit dem aufbiegen der vier kleinen Metallnasen, bestimmt 5 Minuten gebraucht. Das wären 230 Minuten, ääh, also sowas bei großzügig gerechneten 4 Stunden Arbeit für das ausbauen, wenn nicht irgendwelche Tasten fest sitzen.
Dann die Computerarbeit, die geht schnell, und dann der Wiedereinbau. Uff, will ich das? Und wie mache ich die Tasten? Weiß mit schwarzen Buchstaben? Oder Schwarz mit weißen Buchstaben. Es gab, wie ich Recherchiert habe, beide Varianten.

Vorerst weiter im Takt

Sie, also die Odoma, fordert echte Fleißarbeit. Und genau das ist die Arbeit die ich am wenigsten mag.
Typenhebel und Typenstangen putzen und polieren!
Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten und so gut wir gar nicht voran zu kommen. Stupide und langweilige Putzarbeit die im Einzelnen nicht viel bringt, aber im Zusammenspiel ein schönes Ergebnis bereit halten wird. Die Teile lagen jetzt einige Tage im Petroleum-Bad und sind nun bereit für die Weiterverarbeitung.

Jeweils 2 von jewels 46 Teilen. Vorher und Nachher.

Unten der Zustand vorher, und oben der Zustand nach dem putzen und polieren. Insgesamt 46 Typenhebel und 46 Typenstangen gilt es von nun an einzeln und einen nach dem anderen zu putzen und zu schleifen, denn diese hier sehen Teilweise ziemlich vernachlässigt aus.
Das größte Problem ist hierbei nicht einmal das putzen. Das schlimmste ist, ich hatte es versäumt die Typenstangen zu Nummerieren. Sie sind zwar alle absolut gleich geformt, sind aber geringfügig bis kaum wahrnehmbar, unterschiedlich zurecht gebogen. Das wurde damals so gemacht, eben echte Handarbeit, und individuell passend für jede Maschine. Jede Typenstangen passt zu ihrem eigenen Schlitz im Segment. Ich könnte sie natürlich selbst wieder so hinbiegen, so das sie irgendwo ins Segment passen. Das habe ich auch versucht, habe aber das Gefühl dabei irre zu werden.
„Das habe ich ja mal wieder super hinbekommen“, jetzt muss ich alle nacheinander ausprobieren und herausfinden wo jeder einzelne hin passt. Das ausbauen war so spielerisch leicht, dass ich alle Vorsicht hab fahren lassen. Blöde sowas!

Die Rettung

Die Typenhebel-Bieger- Werkzeuge!
Das habe ich noch nicht richtig in meinem Bewusstsein verankert. Ich hatte vor kurzem eine Adler 37 gegen einen prall gefüllten Werkzeugkoffer eingetauscht. Das Erbe eines Schreibmaschinenmechanikers von den Adlerwerken. Darin enthalten, und das eben habe ich noch nicht vollends auf der Pfanne, zwei Schraubendreherartige Werkzeuge mit einem Schlitz an ihrem Ende.

Werkzeuge um Typehebel und Typenstangen kontrolliert biegen zu können.

Mit dem Schlitz kann man sehr elegant die Typenhebel oder die Typenstangen vorsichtig biegen. Und so habe ich dieses mal, denn diesen Fehler hatte ich schon einmal gemacht, nur Zwei anstelle von Acht Stunden benötigt um das wieder auszubügeln. Obwohl es bei der Adler ohne Werzeug wesentlich einfacher war als bei der Odoma ohne Werkzeug. Bei der Odoma wäre ich ohne Werkzeug kläglich gescheitert, weil die Typenhebel Teilweise verwunden werden mussten.

Typenstangen, nicht die Typenhebel, zurecht biegen

Der alte Glanz ist zurück gekommen. Etwas an das ich nicht geglaubt hatte als ich sie das erste mal sah. Was an ihr wirklich grauselig war, war der Nikotinüberzug auf und in ihr. Besonders in den feinen Gelenken war es schlimm. Dazu der Gestank den sie dadurch verstömte. Das Nikotin nach so vielen Jahrzehnten immer noch stinkt ist fast unglaublich. Kein Wunder das Nikotin, gepaart mit Ascheresten, Staub und Dreck eine Schreibmaschine lahm legen kann. Wenn dann noch versucht wird mit Öl nachzuhelfen sie wieder gangbar zu machen, war’s das. Erst läuft sie super, dann wird sie immer zäher und schwergängiger und fällt schließlich in eine Leichenstarre! Viele Schreibmaschinen sind so, weil sie scheinbar Tot waren auf den Schrott gewandert.

Rahmenbruch reparieren

Sie wächst langsam wieder zusammen. Vor dem endgültigem finish muss noch einiges gemacht werden. Da wäre noch der Rahmenbruch an der linken Halterung für die Farbbandspule. Ich habe mir Metallkleber besorgt und will es mal selbst probieren das zu fixen. Also los!
Ich habe mich für einen Kleber entschieden, der noch über eine Stunde bearbeitbar ist. Es gab auch einen der in nur fünf Minuten fest ist. Das erschien mir aber noch zu gewagt für mein erstes mal. Der Nachteil des Klebers für den ich mich entschieden habe ist, er braucht Zwölf Stunden Zeit um auszuhärten und nochmals 12 Stunden um bearbeitbar zu werden. So kurz vor Sylvester ist das doch ideal, denke ich. Dann könnte ich die Odoma am Neujahrsmorgen innerhalb von wenigen Minuten wieder zusammen bauen und schon mal testen ob sie überhaupt schreibt.

Bruch an zwei Stellen. Die Halterung am Rahmen und die oben an der Spule ist gebrochen.

Erster Schreibtest

Neujahr 2020. Sie klackert hörbar, sie rattert genüsslich und sie kann eine helles „ping“ am Zeilenende machen.

„Yeah, das hat schon mal geklappt.“

Wie geplant ist der Kleber um die gebrochenen Rahmenteile Bombenfest geworden, ich kann sogar wieder die Schraube für die Farbbandhalterung einsetzten, denn genau hier war das Gusseisen gebrochen. Einmal quer durch das Schraubenloch. Und wie geplant kann ich die Odoma innerhalb von nur zehn Minuten wieder zusammen bauen, denn die Seitlichen Rahmenteile sind, so wie der vordere Rahmen, mit jeweils 2 Schrauben befestigt. Es macht echt Spaß eine Schreibmaschine so schnell zu demontieren, bzw. wieder zusammensetzten zu können. Die Odoma ist wohl nicht gerade eine der schönsten Schreibmaschinen, dafür aber eine der am einfachsten zu reparierenden.

Fertigstellung Phase 1 – Tastatur

Soweit so gut, sie schreibt, also lebt sie wieder. Aus einem Schrotthaufen ist wieder eine funktionierende Schreibmaschine geworden.

Jetzt kommt die Qual der Wahl. Weiße Buchstaben auf schwarzem Grund, oder lieber schwarze Buchstaben auf weißem Grund? Im Original waren es, natürlich bevor sie vergilbten, wohl Schwarze Buchstaben auf weißem Grund. Es könnte auch ein leicht gelblicher Grund gewesen sein, so etwas wie ein elegantes Cremgelb.

Probeweise habe ich mich schon mal am „Y,y“ versucht, und ich denke das gefällt mir so am besten. Ich werde heute schon mal die Tastatur über den PC gestalten und dann einen Tastenkopf nach dem anderen austauschen. Eine schöne Arbeit für verregnete Tage, denn hier brauche ich nicht kontinuierlich am Ball bleiben, sondern kann auch mal nur zwei Tasten pro Tag erneuern. Jetzt habe ich ja Ruhe und Gelassenheit, denn ich weiß ich habe die Odoma gut behandelt und eine vollständige Genesung gegeben, und sie wird wieder am Leben teilnehmen.

Erster Termin im Fotostudio

So sieht sie bis jetzt aus

Stand: 01. Januar 2020
Die Tastatur wird einige Zeit in Anspruch nehmen bis sie wieder mit vollendeter Schönheit prahlen kann. Ebenso die verweichlichte Gegendruckwalze für die ich auch noch einen Ersatz finden muss. Möglicherweise gibt es einen im Durchmesser passenden Druckschlauch im Baumarkt den ich mir passend zurecht schneiden kann, oder eine/r der Kollegen/innen aus dem I.F.H.B. kann mir Ersatz anbieten. Ebenso fehlt der Odoma ein Papierhalter, oben auf dem Papierblech, den ich auch noch irgendwo auftreiben muss.

15 Minuten Arbeit am Neujahrsmorgen sind aber allemal genug. Nu iss Schluss! Demnächst gibt es die neue Tastatur hier zu bewundern.

Die erste Taste ist erneuert.

Neue Tastatur

Heute ist sie fertig geworden, und es hat doch länger gedauert als ich angenommen hatte. Vom 1. Januar bis zum 13. Februar 2020. Knapp 6 Wochen. Also, wollte ich die Odoma einmal nach Arbeitszeit berechnet verkaufen wollen, sie wäre wohl unbezahlbar.

Tastatur noch im Originalzustand

Die Odoma hat eine Tastatur auf der sich das Schreibmaschinengeschäft auf der rechten Umschalttaste mit einem Rundsatz verewigt hat. Das wollte ich natürlich beibehalten. Ich bin zwar kein gelernter Büromaschinenmechaniker, dafür aber ein gelernter Lithograf und Retuscheur der mit Photoshop und CorelDraw seine Brötchen verdient. Somit ist es für mich eine Kleinigkeit die Tastatur so zu gestalten wie ich es möchte. Auf der Rücktaste habe ich sogar ein wenig gespielt und das Baujahr der Odoma verewigt. Spaß muss sein.

Sehr schön, die Tastenköpfe sind nur auf die Typenhebel auf gesteckt. Man bekommt sie leicht herunter. Blöde nur, dass einige Tastengläser gesprungen sind. Diese habe ich mit dicker Folie ausgetauscht, was überhaupt nicht auffällt.
Schwierig waren die Tastenringe mit ihren vier Nasen, die umgebogen werden müssen um das Glas, des Einlegeblatt und eine Dämmung mit dem Fuß zu verbinden. Diese Nasen sind derart empfindlich das ich es nicht vermeiden konnte, dass einige abgebrochen sind. Daher sind auch einige Buchstaben nicht Hundertprozentig gerade. Ich hatte einfach nicht den Mut sie noch einmal zu öffnen, weil mir dann sicherlich die Nasen abgebrochen wären.

Hier sieht man die kleinen Nasen am Tastenring.

Wie gesagt, ich ahnte nicht auf was ich mich da eingelassen hatte als ich beschloss die Tastatur der Odoma zu erneuern. Aber ich muss sagen, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nun muss nur noch die Leertase wieder schön schwarz werden. Das wird aber hoffentlich nicht so lange dauern.

© 2020 Schreibstube Krempe
Fotos & Text by Heiko Stolten

4 Gedanken zu “Odoma 2, Baujahr 1928 (39)

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